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„Pharmareferent? - Da fahr ich lieber Taxi!“ Oder ist das doch ein cooler Job?

Viele Absolvent*innen treibt die Angst um, nach dem Uni-Abschluss keinen Job zu bekommen. Sehr oft fallen dann Sätze wie. „Im Notfall muss ich Taxi fahren.“ Nicht selten wird dann noch hinter geschoben: „Aber eins steht fest: Pharmareferent*in werde ich nicht, ich bin doch kein Klinkenputzer.“ Gerne würden wir mit den Vorurteilen gegenüber der Position des*der Pharmareferent*in aufräumen und zeigen, dass diese hochausgebildete Kommunikator*innen für wissenschaftliche, medizinische und pharmazeutische Informationen sind. Um die verantwortungsvolle Tätigkeit der Pharmareferenten verstehen zu können, benötigen wir Hintergrundwissen über die Pharmabranche und die Gesetze, die diese regulieren. Deshalb betrachten wir zunächst das Umfeld, in dem Pharmareferenten sich bewegen. Marketing und Sales in der Pharmaindustrie – ein sensibles Thema Die Pharma- und Biotechbranche sieht sich einem ganz besonderen Spannungsfeld voller teils widersprüchlicher Erwartungen ausgesetzt. Es wird von der Pharmaindustrie erwartet, dass das Wohl und die Gesundheit des...

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Einstiegsjobs mit Potential – Karriere-Sprungbrett für die Zukunft

In den letzten beiden Folgen dieser Karriere-Kolumne haben wir uns mit den Positionen Projektmanager*in und Produktmanager*in in der Life Science Industrie beschäftigt. Beide Positionen haben einige Gemeinsamkeiten: In beiden Positionen agiert man als zentrale Schaltstelle zwischen einer Vielzahl von Stakeholdern, die man organisatorisch und kommunikativ so managen muss, dass das gesetzte Ziel erfolgreich im vorgegebenen Zeitrahmen erreicht wird.  Es gibt noch eine weitere große Überschneidung: Beide Positionen werden von vielen Absolvent*innen als Wunschpositionen für den Einstieg in die Industrie angesehen. Die Unternehmen übertragen diese Positionen allerdings nicht so gerne an Absolvent*innen ohne Industrieerfahrung. Deshalb stellen wir heute ein paar Einstiegspositionen vor, die sich perfekt als Karriere-Sprungbrett in Richtung Projekt- und Produktmanager*in eignen. Warum habe ich dann überhaupt den Master oder die Promotion gemacht? Zahlreiche Absolvent*innen reagieren irritiert, wenn während des Bewerbungsprozesses immer wieder deutlich wird, dass das so mühsam erworbenen...

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Produktmanager*in – der perfekte Job für Generalisten und Generalistinnen

Die Position des*der Produktmanager*in ist perfekt geeignet für organisations- und kommunikationsstarke Naturwissenschaftler*innen, die gerne ihre naturwissenschaftliche Expertise gepaart mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen im Arbeitsalltag zur Anwendung bringen wollen. Als Produktmanager*in ist man gleichzeitig auch ein Multi-Stakeholder-Project-Manager und eine wichtige Säule im Unternehmen, um den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen. Die Generalisten*innen unter den Lesern und Leserinnen spüren bestimmt schon den Impuls, die Ärmel hochzukrempeln und sofort loszulegen. Bevor Ihr loslegt, geben wir Euch hier noch relevante Hintergrundinfos und ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg. Was macht ein Produktmanager (all genders) eigentlich? Wir möchten gern ein Bild aus der Musik verwenden, um die Rolle des Produktmanagers einleitend zu illustrieren: Wenn das Produkt ein aufzuführendes Musikstück ist, dann ist der Produktmanager der Dirigent. So wie ein Dirigent ein ganzes Orchester benötigt, um ein Musikstück harmonisch und beeindruckend erklingen zu lassen, benötigt der Produktmanager...

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Ich möchte Projektmanager*in werden

Viele Absolvent*innen geben als Wunschposition Projektmanager*in in der Industrie an und fühlen sich aber beim Lesen der betreffenden Stellenanzeigen schnell überfordert. Manchmal hat man auch den Eindruck, dass es so viele Definitionen von Projektmanager*in gibt, wie auch Stellenausschreibungen dazu veröffentlicht werden. So ganz trügt diese Wahrnehmung nicht, es gibt hier eine sehr große Bandbreite, was als Projektmanager*in beschrieben wird. Wir wollen heute aber dennoch eine Kategorisierung vornehmen und dabei gleichzeitig versuchen der Vielschichtigkeit der Realität gerecht zu werden. Was ist überhaupt ein Projekt? Viele promovierte Absolvent*innen – so auch ich damals – gehen ja davon aus, dass sie sehr gut für eine Stelle als Projektmanager in Frage kommen, da sie ja schließlich auch ihre Promotion – die ja wohl eindeutig ein großes Projekt ist – erfolgreich gemanagt haben. Aber ist denn so eine Promotion tatsächlich ein Projekt im engeren Sinne?...

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Ich möchte Laborleiter*in werden

Viele Absolvent*innen der Naturwissenschaften geben als Wunschposition „Laborleiter*in in der Industrie“ an. Auf Nachfrage, welche Labore genau sie gerne leiten würden, folgt dann meist das Geständnis, dass sie das gar nicht so genau wüssten, weil sie doch die Gegebenheiten in der Industrie noch gar nicht kennen. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit der Frage, welche Labore in der Industrie denn überhaupt Leitung brauchen. Warum wollen so viele Absolventen Laborleiter werden? Wie ich in der ersten Folge dieser Kolumne schon berichtete, schwebte auch mir während meiner Post-Doc-Zeit als Wunschposition in der Industrie eine Stelle als Laborleitung oder als Projektmanager vor, obwohl ich mir unter beiden Positionen in der Industrie nur verschwommen etwas vorstellen konnte. Erst recht stellte sich mir die Frage, wo genau der Unterschied zwischen beiden Positionstypen sein sollte. Denn muss ein Laborleiter nicht auch Projekte – nämlich Forschungsprojekte –...

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Perspektivenwechsel: Von der Uni in die Industrie

Man könnte denken: „Als Wissenschaftler macht man Wissenschaft – da spielt es doch keine Rolle, ob an der Uni oder in der Industrie“. Ja, die wissenschaftliche Denkweise und Methodik ist durchaus ähnlich, aber der größere Kontext ist ein vollständig anderer. Wir erläutern den Unterschied. Unternehmerisches Denken Die ersten beiden Grundregeln unternehmerischen Denkens und Handels konnte ich schon während meines ersten Vorstellungsgesprächs in einem Unternehmen erahnen: ein Unternehmen muss Gewinn erwirtschaften und diesen reinvestieren, um innovativ bleiben und langfristig am Markt bestehen zu können.Marktorientiertheit als Grundlage von strategischen Entscheidungen und Kundenzufriedenheit als Ziel aller operativen Handlungen hat nicht nur mit Vertrieb zu tun, sondern ist die geistige Grundhaltung, die den Schlüssel für den unternehmerischen Erfolg sicherstellt. Klingt abstrakt und erschlagend, aber sobald man ein Unternehmen betritt, wird einem klar, dass der Fokus ein komplett anderer als der an der Universität ist....

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